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London's Underground
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Der Zweite Weltkrieg |
1970 bis zur Jubilee Line Extension |
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In den 1960er Jahren wurde die Victoria Line gebaut. Es war die erste neue innerstädtische U-Bahn-Linie in London nach 6 Jahrzehnten. Sie verläuft - abgesehen von ihrem Betriebshof - vollständig unterirdisch. Die Victoria Line war es, die den Fernbahnhof Victoria mit den drei Fernbahnhöfen King's Cross, St. Pancras und Euston befriedigend verband. Für diese Relation musste man vorher im U-Bahn-Netz umsteigen oder aber den zeitraubenden Weg praktisch über die halbe Circle Line nehmen. Die Streckengrafik links zeigt eine Besonderheit der Victoria Line. Es ist die blau gekennzeichnet Haltestelle Pimlico. Es ist die einzige Haltestelle der Victoria Line, an der man nicht in eine andere Bahn umsteigen kann! Alle rot gekennzeichneten Haltestellen sind bis auf Blackhouse Road auch Stationen von National Rail. In Blackhouse Road hält auch London Overground. Die übrigen weiß gekennzeichneten Haltestellen sind Umsteigestation des Londoner U-Bahn-Netzes. |
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Wie aus der vorstehenden tabellarischen Übersicht ersichtlich ist, begannen praktische Versuche mit dem automatischen Fahrbetrieb im Dezember 1962. Die Versuchsfahrten wurden zunächst ohne Fahrgäste durchgeführt. Aber bereits im frühen 1963 fuhr ein entsprechend ausgerüsteter Fahrgastzug zwischen den benachbarten Haltestellen Stamford Brook und Ravenscourt Park auf der District Line. Im April 1964 wurde ein vollständig automatischer Zugbetrieb mit mehreren Zügen zwischen Woodford und Hainault nahe des östlichen Endes der Central Line eingeführt. Verwendet wurden dazu Vierwagenzüge des 1960 Tube Stocks. Die Ergebnisse dieser Versuche führten zu der Entscheidung, die Züge der sich im Bau befindlichen Victoria Line automatisiert fahren zu lassen.
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| Sicherheitsüberwachung | ||
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| Impulse pro Minute | zugelassene Höchstgeschwindigkeit | Bemerkungen |
| 420 | maximal | Fahrt mit voller Geschwindigkeit. |
| 270 | 22 bzw. 25 mi/h | Motor darf eingeschaltet sein. Bei Überschreitung der Geschwindigkeit wird der Zug entsprechend gebremst. Dies Signal wird auch zum Wiederanfahren nach einem Halt verwendet. |
| 180 | 22 bzw. 25 mi/h | Bei Überschreitung der Geschwindigkeit wird der Zug bis zum Stand gebremst. |
| 120 oder keine | 0 mi/h | Sofort anhalten! Damit der Zug automatisch fahren kann, muss er 420, 270 oder 180 Impulse pro Minute empfangen. |
| 22 bzw. 25 mi/h: Nock[118,Seite 244] gibt 22 mi/h an. In www.trainweb.org/tubeprune/Victoria Line ATO.htm sind 25 mi/h (Stand September 2011) angegeben. Die verlinkte Webseite enthält eine detaillierte Beschreibung des automatisierten Zugbetriebs auf der Victoria Line in englischer Sprache. | ||
Der Sicherheitsüberwachung überlagert ist das System für die Fahrbefehle. Damit soll erreicht werden, dass der Zug an einer wohldefinierten Stelle des Bahnsteiges zum Halten kommt. Dazu werden 10 Fuß lange Gleisabschnitte als „Kommandopunkte“ (command spots) verwendet. Auch hier arbeitet die Übertragung der Signale induktiv, allerdings mit einer erheblich höheren Frequenz als bei der Sicherheitsüberwachung.
Jeweils 100 Hertz repräsentieren ein Geschwindigkeit von 1 mi/h. Beispielsweise können 4 Kommandopunkte noch vor der Haltestelle im Tunnel und weitere 7 Kommandopunkte im Bahnsteigbereich installiert sein. Der zuerst überfahrene Kommandopunkt kann dabei auf 5000 Hz eingestellt sein und somit eine Geschwindigkeitsvorgabe von „maximal 50 mi/h“ vorgeben. Jeder folgende Kommandopunkte sendet auf einer niedrigeren Frequenz als der ihm benachbarte vorherige - so wird der Zug sanft abgebremst. Je geringer die Vorgabegeschwindigkeit, desto enger liegen die Kommandopunkte beieinander.
Die meisten Haltestellen der Victoria Line wurden mit damals neuzeitlichen Fahrgastschleusen ausgestattet. Dazu wurden Fahrscheine mit Magnetstreifen ausgegeben. Das Personal zur Fahrscheinkontrolle an den Haltestellen konnte dadurch minimiert werden.
Im Prinzip funktioniert es so, dass der Fahrgast zum Betreten der Haltestelle seinen Fahrschein richtig herum in einen Schlitz an der Barriere steckt. Der Mechanik hinter dem Schlitz zieht den Fahrschein ein und händigt ihn dem Fahrgast nach Überprüfung und ggf. Entwertung am Ausgabeschlitz wieder aus. Wurde der Fahrschein akzeptiert, öffnet sich kurz die Barriere, der Fahrgast eilt hindurch, die Barriere schließt sich sofort hinter ihm. Heute lustig erscheinende Bedienungshinweise sind auf alten Fotos dieser Fahrgastschleusen zu lesen[118,Seite 200]:
| IMPORTANT |
| PLEASE lift luggage clear of gate. Children under 3 and dogs must be carried. |
Beim Verlassen der Haltestelle funktioniert es fast genauso. Falls der Fahrschein als abgefahren erkannt wird, behält ihn die Fahrgastschleusen ein. Unangenehm wird es, wenn der Fahrschein als unzureichend oder gar ungültig erkannt wird. Dann öffnet sich die Barriere nicht und der Fahrgast muss sich an das Aufsichtspersonal wenden.
Hinter diesen Fahrgastschleusen steckt mehr Raffinesse, als man auf den ersten Blick vermuten möchte. Sie sind so konstruiert, dass Fahrgeldpreller es möglichst schwer haben, sie zu überlisten. Bei den Fahrscheinen müssen sie die Art des Fahrscheins erkennen, die Gültigkeit hinsichtlich Datum und ggf. Uhrzeit prüfen und über Informationen für den anzuwendenden Fahrtarif verfügen.
Seit Einführung der berührungsfrei lesbaren „Oyster-Card“ sind die Fahrgastschleusen zusätzlich mit berührunsgfreien Lese/Schreibeinrichtungen ausgestattet. Die Oyster-Card wird von ihrem Besitzer per Hand an die Lese/Schreibeinheit gehalten; sie wird - anders als der mit einem Magnetstreifen ausgestattete Fahrausweis - nicht durch einen Mechanismus hindurchgeschleust.

Seit 2010 werden sie durch Fahrzeuge des neuen 2009 Tube Stock ersetzt. Die Umstellung sollte bis August 2012 abgeschlossen sein. Die Züge des 2009 Tube Stocks sind länger, haben mehr Stehplätze und Videoüberwachungskameras in den Fahrgasträumen. Sie werden von Bombardier in Derby gebaut.
Der Betriebshof heißt „Northumberland Park Depot“.
Eine englischsprachige Beschreibung der Fahrzeuge des 1967 Tube Stock ist in der PDF-Datei Rolling Stock Data Sheet, 2. Auflage, März 2002 enthalten.