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Die Firth of Forth Brücke |
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| Der Bau von „Schottlands Eiffelturm“ dauerte 7 Jahre bis zur Eröffnung am 4. März 1890. Die Brücke besteht aus 55000 Tonnen Stahl, 18000 Kubikmetern Granit und etwa 8 Millionen Niete (Nieten gibt es in der Lotterie, im Maschinenbau ist der Fachausdruck für den bewußten Metallbolzen Niet, die Mehrzahl ist Niete). Beim Bau der Brücke starben 57 Menschen. Während der Bauzeit waren bis zu 5000
Bauarbeiter an der Brücke beschäftigt.
Die zweigleisige Eisenbahnstrecke über die Brücke befindet sich etwa 47 Meter über dem Wasser. Über die Firth of Forth Bridge ist eine Unmenge im Internet geschrieben. Stellvertretend dazu führt der folgende Link zu einer englischsprachigen Website, in der Brückenkonstruktionen miteinander verglichen werden. | |
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![]() | Bild links: Tay-Brücke in Dundee. |
| Die Brücke ist 2,5 km lang. Bis 1917 war es die größte Auslegerbrücke der Welt.
Vom Ufer aus betrachtet macht die Firth of Forth Brücke einen äußerst massiven Eindruck - so, als ob sie niemals einstürzen könnte. Genau das war beabsichtigt, denn in der Nacht zum 28.Dezember 1879 brach die Tay-Brücke in Dundee bei einem Orkan plötzlich ein. Der Einsturz forderte 75 Todesopfer- Artur Fürst[101] spricht sogar von über 200 Toten. Unter der neuen Tay-Brücke sind immer noch einige Pfeilerreste der alten Brücke zu sehen, wie auf dem Foto der Tay-Bridge ziemlich in Bildmitte zu erkennen ist. Die Entstehungsgeschichte der in den Jahren 1883-90 errichteten Forthbrücke hängt eng mit der Geschichte der Tay-Brücke in Dundee zusammen. Jene Eisenbahnbrücke über den schmaleren Firth of Tay war schon in den 1870ern Jahren gebaut worden. Ihr damals viel bewunderte Erbauer, Bouch, hatte für die Stützpfeiler sehr viel Gusseisen verwenden müssen. Der englische Ingenieur John Fowler warnte häufig davor, diesem Bauwerk zu trauen. Fowler soll sogar seinen Familienmitgliedern verboten haben, mit der Eisenbahn über den Tay zu fahren. Und Fowler sollte nur allzu sehr recht behalten. |
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| Die Brücke besteht aus drei solchen Türmen, die jeweils zwei Auslegerarme halten und sich somit im Gleichgewicht befinden. Die Bauweise ermöglichte den Bau ohne
Verwendung von Schalungen.
Die 101 Meter hohen Türme stehen auf jeweils vier gemauerten Brückenpfeilern von jeweils 21 Metern Durchmesser. Die Ausleger sind durch gelenkig angebrachte Verbindungsteile verbunden. Die Verbindungsteile sehen bei dieser riesigen Brücke klein aus- sie sind jedoch jeweils 107 Meter lang! Diese Bauform der Auslegerbrücken (die Engländer und Amerikaner sagen „Cantilever Bridges“) gehen auf den bayerischen Ingenieur Johann Gottfried Heinrich Gerber zurück. Er erhielt 1866 auf den „Gerberträger“ mit „freischwebenden Stützen“ ein Patent. |
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| Ihr Aussehen erhält die Brücke durch ihre eigenartige Turmkonstruktion: Das Fachwerk der Türme ist am Fuß 36,5 Meter breit. Es läuft in der Breite zur Turmspitze hin bis auf 10 Meter zusammen. Das Fachwerk besteht aus innen versteiften Stahröhren von bis zu 3,65 Meter Durchmesser. | |
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Die Firth of Forth Brücke ist eine zweigleisige Eisenbahnbrücke. Dies Foto habe ich 1975 aus dem letzen Wagen eines Triebwagenzuges heraus aufgenommen. Man sieht, in Großbritannien fahren auch die Züge links! |