| Die beiden großen Bildern der Kapelle zeigen die fast deckungsgleichen Seiten. Das obere Bild ist bei bedecktem Wetter Ende November 2002 aufgenommen, das untere Bild am sonnigen 13.März 2003 nachmittags. Die gelb
hinterleuchteten Fenster sind ein Werk der tief stehenden Sonne am Nachmittag.
Die Kapelle 6 (Kapelle VI) wurde nicht von Wilhelm Cordes errichtet, obwohl sie aus der gleichen Zeit stammt, wie die anderen Kapellen (5,7 und 8) des Erweiterungsgebiets, welches im Zeitraum von 1896 bis 1900 im Norden des
Friedhofs hinzugekauft wurde.
Heimatstil:
Unter dem Einfluss des Jugendstils entwickelte sich der Heimatstil, ein nur wenig bekannter Stilbegriff. Er ist eine Variante des Jugendstils, jedoch ohne dessen Ornamentik und er ist sachlicher. Zwischen 1900 und 1920 erfreute sich der
Stil einer breiten Akzeptanz bei den Bauherren. Merkmale sind: Einfach, eher behäbig, hohe Walm- und Satteldächer, geschweifte Giebel und materialgerechte Konstruktionen. Verzierungen wurden auf ein Mindestmaß begrenzt, damit der Charakter
der Einfachheit erhalten bleibt. Feingliedrig gestaltete waagerecht unterteilte Sprossenfenster waren das wesentliche gliedernde und schmückende Element der Fassaden. |