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V12 - der verwunschene Platz
Familiengräber Fahr, Lomer, Röver, von Conring


Vom alten Wasserturm
zum Kornweg

Der kleine
Ring

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„Der verwunschene Platz“ - so nenne ich diesen Platz, denn ich kenne keinen offiziellen Namen. An der Kreuzung der Nebenallee mit der Teichstraße biegen wir nach rechts (nach Süden) in die Teichstraße. Nach rund 20 m auf der rechten Seite der Teichstraße findet sich die Andeutung eines Weges neben einem schräg stehenden Laubbaum (Stand November 2011). Aber der Blick von der Straße auf dem verwunschenen Platz wird durch hohe Rhododendren versperrt. Unmittelbar hinter den Rhododendren (im ersten Rhododendronbusch gleich an der Straße ist ein Obelisk aus schwarzem Granit versteckt) tut sich diese Ansicht auf:
Friedhof Ohlsdorf - V12 - der verwunschene Platz
Friedhof Ohlsdorf, Familiengrab Lomer (V12) Foto oben: Bereits die schwarze Steineinfassung rechts im Foto und der breite Fußweg lässt erahnen, dass sich hier etwas Großes befindet. Und links im Foto ist eine mit Efeu umrankte größere Struktur zu sehen! Was mag das sein?
Gleich rechts neben der schwarzen Steineinfassung steht ein Engel auf dem mit „Lomer“ beschrifteten rötlichen Sandsteinsockel. Für die WMF war dieser Engel des Bildhauers R. Liebhaber ein Verkaufserfolg: 31 Exemplare sind auf dem Ohlsdorfer Friedhof bekannt[202, Eintrag 281]. Vor dem Sockel liegen etliche Kissensteine ebenfalls aus rotem Sandstein. Es handelt sich um ein Familiengrab (V12,154,159-166).
Foto unterhalb: Das Foto blickt von der anderen Seite auf den Platz. Rechts ist der Engel auf dem Familiengrab Lomer zu sehen. Das benachbarte große schwarze Familiengrab Andr. Fahr dominiert den Platz.

Vor der fast 6 m breiten und 3,30 m hohen Grabwand liegen viele kleine schwarze Kissensteine. Zwei davon seien hier erwähnt: Joh. Andreas Fahr (*29.3.1824; †23.8.1896) und Chr. Andreas Fahr (*25.1.1855; †19.3.1925). Beide waren Kaffeemakler in der Firma Andr. Fahr[Frank M. Hinz: Planung und Finanzierung der Speicherstadt in Hamburg, Hamburg Lit 2000, ISBN 3-8258-3632-0, Seite 226, Fußnote 786].

Friedhof Ohlsdorf - V12 - der verwunschene Platz
Friedhof Ohlsdorf - V12 - Enno von ConringIm Rhododendrongebüsch rechts neben dem Engel steht eines der wenigen auf dem Ohlsdorfer Friedhof noch vorhanden Grausgusskreuze. Es ist ein besonders schönes Exemplar aus diesem Werkstoff. Es ist mit pflanzlichen Motiven und mit einem Schmetterling geschmückt. Gewidmet ist es dem General z.D. Enno von Conring (*17.5.1829; †28.5.1886).
Friedhof Ohlsdorf - V12 - Enno von Conring
Friedhof Ohlsdorf - V12 - Familiengrab Röver
Dem Familiengrab Andr. Fahr gegenüber steht bereits seit 1882 mit dem Familiengrab Röver mein Namensgeber für den verwunschenen Platz. Hier treffen roter Sandstein, Granit und Marmor zusammen. Der Sandstein schwindet langsam, der Bewuchs gewinnt die Oberhand.
Friedhof Ohlsdorf - V12 - Familiengrab Röver In der Mitte ist Hinrich Conrad Röver (*1822; †1882) dargestellt. Nur einen einzigen Hinweis habe ich dazu gefunden: Als eine der ersten deutschen Firmen erhielten wir von der Britischen Militärregierung die Lizenz zum Betreiben des Schiffsmaklers- und Speditionsgeschäftes. Die Firma war 1856 von Hinrich Conrad Röver gegründet worden, war also 92 Jahre alt.[Verfasser mir unbekannt: Neues aus alten Berufen, Mitteilungen, Mitteilungsblatt der Zeitzeugenbörse Hamburg, Ausgabe 34, Januar-April 2007]