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Richard Kuöhl, fehlende und fragliche Objekte


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Was fehlt noch?

Eine Homepage wird niemals so richtig fertig. Für den Kuöhl-Teil möchte ich noch ergänzen:

Sichere Objekte:

  • Bremen, „Haus des Reichs“, jetzt Finanzamt, im Bereich Contrescarpe, Schillerstraße, Richtweg, Auf dem Rövekamp. Erbaut wurde das Gebäude als neues Verwaltungsgebäude für die Norddeutsche Wollkämmerei & Kammgarnspinnerei AG in Delmenhorst. Baubeginn war 1928, Fertigstellung bereits 1½ Jahre später. Am 21.7.1931 musste die Firma Konkurs anmelden. Das Gebäude wurde zwangsversteigert. Das Reich erhielt im Dezember 1933 den Zuschlag. Seitdem heißt es „Haus des Reiches“ bzw. „Haus des Reichs“. Von Kuöhl sind die Keramikverzierungen der Erker. Es handelt sich um den umfangreichsten plastischen Schmuck, den Kuöhl bis dahin (oder überhaupt ?) für ein Gebäude geschaffen hatte.

    Ludwig Kunstmann schuf die Reliefplastik „Schäfer und Schafe“

  • Hamburg, am Eingang zur ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne in Hamburg-Jenfeld bilden Denkmäler aus der NS-Zeit den "Tansaniapark" des Kulturkreises Jenfeld. Leider ist der im September 2003 eröffnete Park mit einem Gitter umgeben und nicht jederzeit zugänglich. Die 1939 entstandenen „Askari-Relief“ wurden von Walter v. Ruckteschell geschaffen. Er war im Ersten Weltkrieg Lettow-Vorbecks Adjutant in der Schutztruppe. An den Wirtschaftsgebäuden finden sich Bauplastiken von Richard Kuöhl. Sie zeigen militärische Ausrüstungsgegenstände wie Gewehr, Bajonett, Helm, Gasmaske, Messer, Handgranate, Trommel und die Reichskriegsflagge. Siehe http://www.offene-kartierung.de/wiki/DerSogenannteTansaniaPark.

  • Lüneburg, Straße „An den Reeperbahnen“. Hier steht das Gebäude „Evangelisches Gemeindehaus“ mit einem von Richard Kuöhl gestalteten Eingang. Mir fiel die Ähnlichkeit mit der Gestaltung des Eingangs vom Holthusenbad auf.

  • Düsseldorf. 39er-Denkmal, auch Reeser-Platz-Denkmal genannt, da es dort steht, errichtet 1938.

    Siehe auch www.fkoester.de/denkmaeler/Home/index.php.

  • In dem Gymnasium Sachsenwaldschule in Reinbek befinden sich Keramik-Verkleidungen (Schmuckelemente, z. B. Früchte, Zweige) in der Eingangshalle, die laut Akten im Stadtarchiv nach Modellen von R. Kuöhl gestaltet sind. Im Hof des Gymnasiums befindet sich auch ein Brunnen an der Wand mit zwei Kinderfiguren, die um einen Ball rangeln; dem Stil nach könnten sie auch von Kuöhl sein, dafür gibt es aber keine Notiz. Dieser Brunnen stammt auch von 1925 (Erbauung der Schule). Freundlicher Hinweis von Frau Gerhild Arndt.

  • Fayencebrunnen im Erweiterungsbau des Ziviljustizgebäudes Hamburg, Sievekingplatz 1. Der Brunnen ist ein Werk Richard Kuöhls.

  • Für Högers Bau des Krankenhauses in Delmenhorst modellierte Richard Kuöhl farbige Klinkerterrakotten. Sie wurden bei Wessely hergestellt. www.klinikum-delmenhorst.de, Wildeshauser Straße 92, siehe Hartwig Fiege: Die Keramikerfamilie Wessely.

  • Noch fehlende Ehrenmale laut einer Liste von Ende Februar 2009 in www.deutsche-ehrenmale.de (Forum, Zugang erfordert Registrierung, Stand Dezember 2010).
    • um 1927 - Neumünster (Vielleicht ist das Eisenbahnerehrenmal nahe des Hauptbahnhofs Neumünster gemeint. Es wird auf 1926 datiert.)
    • 1937 - Wilhelmshaven, Marinedenkmal (Hier ist mir keine Zuordnung möglich. Es gibt etliche Marinedenkmäler in Wilhelmshaven.)


Fragliche Objekte zu denen mir Bestätigungen oder Informationen fehlen. Für Hinweise per  i E-Mail wäre ich dankbar:
  • Die Wiesendammbrücke (Schumacher 1927-28), die Brüstung sieht nach Kuöhl aus.

  • Schmachthäger Straße 51 mit Hof zur Meister Francke-Straße: Hier befinden sich zwei große Statuen auf gemauerten Sockeln. Beide zeigen eine Mutter mit zwei Kindern und einem Säugling. Mutter und Kinder sind einmal menschlich (an der Hausecke zur Schmachthäger Straße) und einmal bärig (auf dem Hof).

  • Hartzloh mit Lauensteinstraße: Bei dieser Straßenecke, jedoch in der Hartzloh, befindet sich an der Hauswand die Skulptur eines Mädchens, das mit einem Wagenrad spielt.

  • Mietshaus Unnastraße: Die Plastiken am Mietshaus Unnastraße 41 und 43 in Hamburg Eimsbüttel.

  • Haus Rosengarten, Wandsbeker Chaussee 5 und 7, Fassadenschmuck an jedem Stockwerk in der Mitte der Häuserfront

  • Barmbek, kreuztragender Keramikengel an der Ecke des Wohnblocks Hellbrookstraße mit Morgensternweg. Am Sockel ist die Zahl „1928“ vermerkt- vermutlich das Baujahr des Wohnblocks. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Hellbrookstraße befand sich vorher das Pestalozzi-Stift. Es nahm etwa die Hälfte der Fläche des Straßendreiecks aus Pestalozzistraße, Hufnerstraße und dem jetzigen Rübenkamp ein. Vielleicht ist dies der Grund für das christliche Symbol an dem Wohnblock.

  • Bauschmuck an den Eingängen der Ida-Ehre-Schule (ex Jahnschule) in der Bogenstraße

  • Die Drachen in der Holzmühlenstraße

  • Gewerkschaftshaus Cuxhaven: Das ehemalige Gewerkschaftshaus Cuxhaven befindet sich unmittelbar am Bahnhof. Architekt: Hans Lund, Cuxhaven. Die Eingänge sind mit prächtigen Keramikornamenten geschmückt. Das Haus wurde offenbar Anfang der 1990er in ein Kontor- und Geschäftshaus umgebaut.

  • Caspar-Voght-Straße 54: Der Eingang zur ehemaligen Mädchenrealschule wird durch die Statue eines lesenden Mädchens geschmückt. Das Gebäude beherbergt jetzt ein Ballettzentrum.

  • Karree Horner Weg: Vor dem Verwalterbüro Horner Weg 105 ist die Statue eines Maurers aufgestellt.

Fehlanzeigen:

  • AOK Verwaltungstelle Borgfelde, Bethesdastraße nahe Kreuzung mit Burgstraße, zwei große Keramikreliefs im Eingang hinter dem Eisengitter. Die expressionistischen Reliefs zeigen wohltätige Handlungen und stammen von Ludwig Kunstmann, der Mitglied im Künstlerkreis der „Hamburgischen Sezession“ war. Die Seite enthält einige Hinweise über Ludwig Kunstmann.

  • An den Eingängen der Schule Genslerstraße in Hamburg-Barmbek sind zwei Statuen. Sie zeigen Kinder mit ihren Haustieren. Diese Statuen hatte ich irrtümlich Richard Kuöhl zugeordnet.

  • Rappolthaus, Mönckebergstraße 11 und 13. Georg Wrba und von Richard Kuöhl haben gemeinsam den Bauschmuck für das Gebäude gestaltet. Außen ist nur noch der Anteil von Georg Wrba deutlich zu erkennen. Aber man sollte auch hinter das Eingangsportal schauen.

  • Sprinkenhof, der Bauschmuck an diesem Gebäude geht auf Ludwig Kunstmann zurück.

Seite zuletzt geändert am 31.1.2012