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Die Trauernde auf dem Ehrenfriedhof
in Bad Oldesloe


Der Postillion vor dem Postamt
in Volksdorf (etwa 1950)

Ehrenmal in
Trittau (1955)
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Trauernde auf dem Ehrenfriedhof in Bad Oldesloe

Zwischen den Straßen Berliner Ring und Bahnhofstraße in Bad Oldesloe befindet sich der Ehrenfriedhof auf einem Hügel an der Trave.

1871 stellte man einen Obelisken zum Andenken an die etwa 10 Gefallenen des gewonnenen Deutsch-Französischen Krieges auf. 1920 baute man für die rund 200 Gefallenen des Ersten Weltkrieges einen fast geschlossenen Mauerkreis aus Feldsteinen. Davor befindet sich ein mit Eichen bepflanzter „Heldenhain“. Entworfen hatte ihn der Gartenarchitekt Harry Maasz (*1880; †1946) aus Lübeck.

Seit 1954 kniet die „Trauernde“ bzw. „Trauernde am Kreuz“ bzw. „Trauernde am Feldkreuz“ von Richard Kuöhl in der Mitte des Mauerkreises.

Eine Besonderheit dieses ehemaligen Friedhofes ist sein backsteinernes Tor. Es handelt sich dabei um das erste errichtete Gebäude des später berühmt gewordenen Architekten Alexis de Chateauneuf (*18.02.1799; †31.12.1853). Er wollte mehr als nur dies Tor bauen. Einer seine Pläne sah ein Torhaus mit angeschlossener Leichenhalle und einer Wohnung für den Friedhofswärter vor. Gebaut wurde nur das Tor mit seinem Giebeldach und nach allen 4 Seiten hin offenen Rundbögen. Der Bau erfolgte 1823/24.

Die letzte Besetzung auf diesem Friedhof erfolgte am 14. Januar 1961. Seit 1980 stehen Friedhof und Torhaus unter Denkmalschutz

Trauernde auf dem Ehrenfriedhof in Bad OldesloeTrauernde auf dem Ehrenfriedhof in Bad Oldesloe
Die trauernde Frau scheint eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Mädchen zu haben, das für die  i Frauenstatuen (1926-27) bei den Feuerwehrgräbern Modell gewesen ist. Sie ist älter und nicht mehr ganz so schlank. Das wäre kein Wunder, denn Kuöhl hatte diese Statue erst 1953 entworfen.

Die dunklen Stellen im Gesicht und am Oberkörper sind auf das Regenwetter am 20.8.2008 zurückzuführen.


Seite zuletzt geändert am 22.9.2009