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Spuren der Straßenbahn in Hamburg,
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Spuren der Straßenbahn in Hamburg, Teil 3 (2003) |
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Bisher habe ich fünf E-Mails zu diesem Teil meiner Homepage erhalten. Mitte August 2002 bekam ich die erste E-Mail. Sie ist hier wiedergegeben:
Moin Moin, 1. Die ehemalige Kehrschleife der Linie 38 (später 44) in Appelbüttel. 2. Schienenreste nördlich der Süderelbbrücke.
Gruß aus dem hintersten Harburg, Anmerkung: das Bild zeigt die Bürgerweide von der Brücke Berlinertordamm aus im August 2003 fotografiert. |
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Gerd Noack schrieb am 14.11.2002 u.a. (verkürzt wiedergegeben):
Kehrschleifen HH-StraßenbahnDie Linie 15 fuhr von 1968, vom Bahnhof Landwehr kommend, ab Burgstraße weiter bis zur ersten Kehrschleife in der Diagonalstraße. Die zweite Kehrschleife führte am Ende der Hammer Landstraße rechts in den Bundsensweg (da war sogar noch eine Haltestelle), dann links in den Ewaldsweg und wieder links in die Schurzallee-Nord, wo heute ein kleiner, nicht ausgeschilderter P&R-Platz eingerichtet ist. Ich glaube, unter dem Asphalt müsste man noch drei Parallelgleise ausbuddeln können. Vor dem Krieg musste man die Süderstraße durchgehend bis zu den Kleingärten an der Schurzallee befahren gekonnt haben. Jedenfalls lagen in den Sechzigern noch Gleise östlich der Braunen Brücke, und die Kehrschleife wird wohl da gelegen haben, wo heute der Hamburger Tierschutzverein sein Domizil hat. Eine weitere Kehrschleife muss vor meiner Zeit in der Dorotheenstraße - Cäcilienstraße - Sierichstraße - Maria-Louisen-Straße - Dorotheenstraße gewesen sein, denn in den Sechzigern habe ich noch Schienen in der Cäcilienstraße gesehen.(Anmerkungen Fredrik: An Haus Cäcilienstraße 12 befindet sich eine Öse für die Fahrleitung. Gemäß einem Stadtplan von 1928 konnten die Straßenbahnen aus beiden Richtungen der Maria-Louisen-Straße kommend nach Süden in die Sierichstraße einbiegen - hier ist eine Haltestelle im Layout der Sierichstraße zu erkennen. Von der Sierichstraße aus führte die Straßenbahn durch die Cäcilienstraße auf die Gleise in der Dorotheenstraße in Richtung Süden. Als Linienbezeichungen habe ich 27 und 28 auf diesem Stadtplan gefunden.) ... hatte die Linie 7 vor 1968 ihren Endhaltepunkt links der Horner Landstraße in der Höhe Horner Rampe in einem kleinen Depot für ca. vier Wagen, und die Linie 2 fuhr über Burgstraße und Horner Kreisel weiter bis zur Horner Rennbahn. |
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Am 1.Februar 2003 traf die 3. E-Mail ein- ich habe deshalb einen Link zu dem Wartehäuschen in der Wohnsiedlung „Im Grünen Grunde“ eingefügt: |
Betriebshof Gärtnerstraße
Das Abstellgleis in Richtung geradeaus waren direkt anfahrbar. Die Zufahrt zu den weiteren 9 Hallenabstellgleisen erfolgte über eine Schiebebühne. Deren Übergabestation befand sich vor dem linken Hallentor des auf dem Foto sichtbaren Fassadenrestes. Die Fassadenreste sind übrigens nicht historisch - sie wurden zur Ausschmückung des „Geister- und Ruinenspielplatzes“ errichtet.
Nachträge März/ August 2004: Eine zum Betriebshof Gärtnerstraße passende Wandrosette befindet sich am Haus Gärtnerstraße 27. Weitere Wandrosetten in der Gärtnerstraße sind auf der Seite i Spuren4 aufgeführt. Das Depot wurde 1888 als Pferdebahndepot in Betrieb genommen. In der Fuhlsbüttler Straße existiert noch eine einzige Wandrosette. Wo sie genau ist, findet sich hinter dem oben angegebenen Link zur Wohnsiedlung „Im Grünen Grunde“. |
| Stefan Hillmann schrieb am 24.April 2003:
Hallo! In der Carl-Petersen-Straße (die ja noch viel länger befahren wurde) kann man noch am Pflaster erkennen, dass da mal Gleise gelegen haben.
Auch in Altona (Ottensen) um die St. Marien-Kirche gibt es im Straßenplanum noch Reste.
Ich wundere mich, dass viele Forscher nur „unten“ suchen. An vielen Häusern findet man noch jene Kabelhalter, vor allem in Altona. Ich meine, auch in der Bundesstraße welche gesehen zu haben. Herzliche Grüße, Stefan Hillmann Anmerkung: Ich bin glücklicher Besitzer eines nachgedruckten Stadtplanes von etwa 1900. Demnach fuhr in Ottensen eine Straßenbahn den Straßenzug Eulenstraße-Bei der Reitbahn-Papenstraße (jetziger Name: Ottenser Hauptstraße) entlang. Die Carl-Petersen-Straße hieß damals H.d.Landwehr und Mittelstraße. Auch dort ist eine Straßenbahn eingetragen. Zuletzt fuhr hier die Linie 17 bis 1943 zur Horner Rennbahn. Das Vorhandensein von Kabelhaltern bzw. Wandrosetten in der i Bundesstraße kann ich voll bestätigen! Am Haus Eulenstraße 87 hängt noch eine Rosette (Sichtung 4.4.2011).(Fredrik) |
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Matthias Kunz schrieb am 6.8.03 (ich habe die E-Mail etwas gekürzt): Hallo Fredrik, Spuren habe ich auf meinen Spaziergängen auch einige gefunden, die Dir vielleicht noch unbekannt sind:
Beste Grüße! Matthias Kunz"
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Zur E-Mail vielleicht vier Hinweise:
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Um den Barmbeker Bahnhof herum
Die rührige Geschichtswerkstatt Barmbek hat einige Schaukästen aufgestellt. Die Vorlage zur Linienskizze Stand 1939 befindet sich (Stand: 6.Februar 2003) im Schaukasten Hamburger Straße/ südlich Einmündung Weidestraße und ist mit „Verein Verkehrsamateure (VVM)“ gekennzeichnet. In der Nähe des Aufstellungsortes befand sich das Straßenbahndepot Mesterkamp. Für mich besonders interessant ist die Kehrschleife der Linie 7 bei der Stadthalle. Ich hatte mich schon seit langem gefragt, wie es zu der dort aus heutiger Sicht unsinnigen Straßenanordnung gekommen sein mag. Mit der Kehrschleife ist diese Frage jedoch gelöst! Der farbigen Ausschnitt links oben zeigt einen älteren Gleisverlauf an der Abzweigung Flurstraße/Hellbrookstraße, denn der Verlauf der Gleise war nicht immer so. Beim älteren Verlauf (ebenfalls aus den 1930ern) werden die beiden Richtungsgleise der Straßenbahn in der Höhe der Hellbrookstraße zu einem Gleis zusammengeführt und die Einfädelung des Gleises aus der Hellbrookstraße in Richtung Süden ist noch nicht vorhanden. Den farbige Ausschnitt rechts unten habe ich aus einem Stadtplan von 1928 abgezeichnet. Er zeigt einen Verlauf der Kehrschleife um das kleine Hafenbecken über zwei Brücken an. Mir wurde gesagt, dass nach mehreren Augenzeugenberichten und Aufnahmen die Schleife bereits seit etwa 1939 östlich vor der Stadthallenbrücke gewesen sei. Sämtliche Stadtpläne, die ich bisher gesehen habe, zeigen jedoch für die Zeit 1928 bis 1938 einen Schleifenverlauf wie im farbigen Ausschnitt rechts. Die Gleisverbindung zwischen der Straßenbahn und der Zentralwerkstatt der Hochbahn in der Hellbrookstraße ermöglichte den Transport der U-Bahn-Aufbauten, die in der Werkstatt Falkenried gefertigt wurden, auf die Gleise der Hochbahn. Die U-Bahn-Wagenkästen wurden dazu auf Straßenbahnuntersätze gestellt. Die letzten dieser Transporte fanden in den frühen 1960ern statt. Dabei dürfte es sich um die Umbauten von 100 T-Wagen der 9. bis 13. Lieferung gehandelt haben. Sie wurden von 1959 bis 1961 zu sogenannten Silberlingen aus Nirosta-Stahl umgebaut. Die neue Typenbezeichnung war TU2. Verschrottet wurden sie in der Zeit von August 1969 bis zum 30.Dezember 1970. Die Straßenbahnstrecke durch die Saarlandstraße einschließlich des Anschlusses an die Zentralwerkstatt der Hochbahn und zum Gleislager Saarlandstraße wurde offiziell am 29.Mai 1963 stillgelegt. Viel ist von der Straßenbahnstrecke durch die Saarlandstraße nicht mehr zu sehen: Über dem Hauseingang Saarlandstraße 3 und am Haus Saarlandstraße 11 befinden sich Wandrosetten, an Haus Nr.21 ist eine Öse. Die Stadthalle war als Hauptrestaurant des Stadtparks für große Veranstaltungen vorgesehen. Hier war der Haupteingang des Parks sowie ein dahinter gelegener kleiner Hafen. Der Betrieb der Stadthalle wurde ca. 1922 aufgenommen, die Straßenbahn dahin ging im Juni 1922 in Betrieb. In den 1930er Jahren wurde in dem See vor der Stadthalle eine Freibadeanstalt eingerichtet (Die Badeanstalt existiert heute noch). Die Stadthalle bot mit ihren Sälen, Arkaden und der Terrasse Platz für ca. 10000 Gäste. Sie wurde im 2. Weltkrieg beschädigt, die Überreste wurden 1951 abgerissen. Ein Teil der Grundfläche der Stadthalle beherbergt den sogenannten Modellteich- im Sommer treffen sich dort die Modellkapitäne und führen ihre Schiffe aus. Unbedingt sehenswert ist die Stadthallenbrücke (Ecke Südring mit Saarlandstraße) mit den Keramikfiguren von Richard Kuöhl. Die zweite Auffälligkeit ist die Kehrschleife der Linie 9. Demnach gab es 1939 den "Rhabarberexpress" (ein Spitzname der Straßenbahnlinie 9 im Abschnitt Fabriciusstraße) noch nicht. Dies ist verständlich, denn das i Groß-Hamburg-Gesetz war 1939 erst zwei Jahre alt und Bramfeld gehörte erst seit 2 Jahren zu Hamburg. Der "Neue Schützenhof" ist an dieser Stelle nicht mehr vorhanden. Hier befindet sich jetzt die Schiffsbau-Versuchsanstalt. Auch die Kehrschleife gibt es nicht mehr. Ihr Gelände wird durch einen Gebrauchtwagenhändler belegt. Vom 30.10.1955 bis zur Einstellung des östlichen Zweiges der Linie 9 am 30.5.1965 fuhr die Straßenbahn vom Bahnhof Barmbek durch die Pestalozzistraße zur Bramfelder Straße. In der Pestalozzistraße sind noch einige Ösen an den Hauswänden zu sehen. Die Straßenbahn folgte der Bramfelder Straße nach Norden und bog in die Fabriciusstraße ein. In der Bramfelder Straße habe ich nur eine einzige Spur gefunden: eine Öse an Haus Nummer 125. (Nachtrag September 2009: Am Haus Bramfelder Straße 108 wurde auf Initiative der Geschichtswerkstatt Barmbek wieder eine Rosette angebracht). Die Straßenbahn Bahn folgte der Fabriciusstraße bis zu deren Ende kurz vor der Bramfelder Chaussee. Hier befand sich die Endstation mit Kehrschleife. Eine weitere Kehrschleife war an der Owiesenstraße vorgesehen (glaube ich), wurde aber nie gebaut. Zumindest nördlich der Steilshooper Allee fuhr die Straßenbahn auf eigenem Gleiskörper. Vor dem Friedhofseingang Seehof ist die Haltestelleninsel noch vorhanden. Von der Schleife Drosselstraße ist nichts mehr zu finden. Der Platz ist nach dem Zweiten Weltkrieg bebaut worden. Die auf der Karte zu erkennende Linie 21 von Barmbek über Pfenningsbusch, Dehnhaide, Von-Essen-Straße, Ritterstraße zur Hanseatenhalle in Rothenburgsort hatte den Spitznamen "Schlangenlinie". Auf dieser Strecke waren die Kurven sehr eng, so dass die Fahrgäste tüchtig hin- und hergeschaukelt wurden! Die Strecke wurde am 15.Februar 1927 eröffnet und bis 1943 betrieben. Nur noch am Haus Pfenningsbusch 16 habe ich Rosetten gefunden - und zwar 2 Stück. Die Straßenbahn nach Farmsen wurde im April 1963 eingestellt. Nur auf dieser Strecke fuhr ein besonderer Triebwagen, der nach amerikanischem Vorbild im Jahre 1951 gebaute PCC mit der Betriebsnummer 3060. Er war für die anderen Strecken etwas zu breit. Im oben genannten Schaukasten befindet sich ein Textteil, den ich so wiedergeben möchte (nicht wortwörtlich, also kein Zitat): |
HaltestelleninselnMusterbeispiel ist die Buslinie 102. Die Busse fahren z.B. in der Hoheluftchaussee und im Bereich Dammtor-Gänsemarkt exakt auf der Trasse der abgebauten Straßenbahn. Sogar die alten Haltestelleninseln werden von ihnen benutzt. Die alten Straßenbahnoberleitungsmasten halten nicht nur hier am Dammtor die Straßenleuchten. |
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