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Entstehung der Hamburger Hochbahn AG
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Teil 1 |
Teil 3 |
| Die Ringstrecke ist sehr aufwändig geführt. Sie besteht zu einem Drittel aus Viadukten und Brücken, ein Viertel ist Tunnelstrecke und so gut wie kein Streckenabschnitt verläuft ebenerdig!
Die neue U-Bahn prägt zusammen mit dem ebenfalls 1912 in Betrieb genommenen Hauptbahnhof das jetzige Erscheinungsbild der Hamburger Innenstadt. Mit der U-Bahn entstand die Mönckebergstraße; das ehemaligen Gängeviertel wurde abgerissen. Die Hochbahn wurde als eigenständiges Verkehrsmittel geplant und realisiert. Eine Zubringerfunktion der Straßenbahnlinien und später der Buslinien war nicht vorgesehen. Erst die Übernahme der Straßenbahnen durch die HHA führte zur Zubringerfunktion der Straßenbahnen und somit zu einem größeren Haltestellenabstand bei der später neu gebauten U-Bahn-Strecke Kellinghusenstraße-Stephansplatz. Der bautechnisch interessanteste Teil dürfte der Streckenabschnitt zwischen dem Rathaus und der Haltestelle Rödingsmarkt sein: Hier steigt die Strecke in einer 1:20,7-Steigung in einer engen Krümmung aus dem Tunnel auf das Hafenviadukt. |
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| Das Hafenviadukt zwischen Baumwall und Landungsbrücken ist der Streckenabschnitt mit der schönsten Aussicht! |
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| Hochbahneingang Klosterstern am 6.August 2004 und Hochbahnviadukt Isestraße am 18.März 2003 |
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| Die 2,4 km lange Stichstrecke Schlump-Hellkamp (nach Eimsbüttel) und die 5,4 km lange Stichstrecke Kellinghusenstraße-Ohlsdorf wurden 1914 fertiggestellt. Die Stichstrecke nach Rothenburgsort wurde am 27.Juli 1915 in Betrieb genommen. Die Stationen Ohlsdorf und Rothenburgsort der Stichstrecken liegen bzw. lagen unmittelbar neben gleichnamigen Stationen der Vorortbahn, so dass hier für die Fahrgäste ein Umsteigen möglich ist bzw. war. |
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Die Gründung der Hamburger Hochbahn AGDie Initiative und die Planungen zum Bau der Hochbahn gingen auf den Hamburger Staat zurück. Der Hamburger Staat hatte auch die Kosten der Bahnanlagen getragen. Anfang 1909 wurde der Vertrag über die Betriebskonzession mit den beiden Bauträgern unterzeichnet. Für den Betrieb wurde am 27.05.1911 die private „Hochbahn Aktiengesellschaft“ (HHA) gegründet. Im Gesellschaftsvertrag steht: „Die Betriebsgesellschaft hat für ihre Rechnung zu beschaffen: Betriebsmittel, elektrische Leitungsanschlüsse der elektrischen Schienenverbindungen, Gebäude und Einrichtungen der Werkstätten und Betriebsbahnhöfe einschließlich Gleise, Zugsicherungs-, Signal- und Fernsprechanlagen, Einrichtungen zur Sicherung der Fahrgäste bei Feuers- und anderen Gefahren, sämtlichen Beleuchtungsanlagen für die Bahnen mit Ausnahme derjenigen für die Haltestellen, sowie die sonstige bewegliche und unbewegliche Betriebsausrüstung, insbesondere die Fahrkartenschalter, die Bahnsteigsperren, Möbel und dergl., endlich auch die Kraftwerke einschließlich Umformerwerke.“ Zum alleinigen Vorstand wurde Dr. Wilhelm Stein (*5.9.1870; †14.12.1964) ernannt. Er war bereits an den Planungen der Hochbahn beteiligt gewesen und leitete deren Bau. Vorsitzender des Aufsichtsrats wurde Albert Ballin (*1857,†1918). Albert Ballin war der damalige Generaldirektor der Hamburg-Amerika-Linie, die unter ihrem alten Namen Hapag bekannt geworden ist. Trotz der Verpachtung der Bahnanlagen an die Betriebsgesellschaft sicherte sich die Stadt Hamburg Einflussnahme auf das Unternehmen, besonders auf die Tarif- und Fahrplangestaltung. Im Aufsichtsrat der HHA saßen drei Vertreter der öffentlichen Interessen. Sie hatten Vetorecht. | ||||||
| Die Betriebsorganisation der Hochbahn wurde von der preußischen Eisenbahnverwaltung übernommen (und, so sagt man, bis in die 1970er beibehalten). Für ihr 1911/1912 eingestelltes Fahrpersonal war die militärische Ausbildung eine
Einstellungsvoraussetzung - ehemalige Unteroffiziere kamen gleich in den Aufsichtsdienst. Im Ersten Weltkrieg wurden allerdings die Reservisten eingezogen. Bereits 1914 waren es fast 75%, 1915 bereits 88% und 1916 gar 98% des
Vorkriegsbetriebspersonals. Während des Ersten Weltkrieges wurde die Hochbahn somit von Frauen betrieben. Nach der Demobilisierung kamen die Männer wieder in den Hochbahnbetrieb. Ähnliches geschah im Zweiten Weltkrieg.
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